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Aikido: Dienstag 19:30 - 21:00 Donnerstag 18:00 - 19:30 Iaido: Donnerstag 19.45 - 21:00

Etikette

AIKIDO ist eine japanische Kampfkunst, bei der auch die Tradition, sprich die japanische Etikette noch recht gepflegt wird.
Dies mag für uns Europäer oft recht eigenartig wirken, passt aber in den Kontext des Trainings.

  • Beim Betreten und Verlassen des Übungsraumes (Dojo, sprich „Doscho“) ist es üblich, sich in Richtung der Kamiza zu verbeugen (Ort, wo der Trainer sitzt bzw. wo das Bild des Begründers des Aikido hängt).
  • Von der Garderobe bis zur Matte soll man Pantoffeln tragen (aber nicht auf der Matte).
  • Man soll pünktlich zum Training erscheinen. Falls man aus irgendeinem Grund die Matte verlässt (z.B. WC aufsuchen, Übelkeit…), soll man dies bitte dem Trainer sagen.
  • Schmuck, Uhren, Ringe oder lange Fingernägel soll man aus Gründen der Verletzungsgefahr vermeiden.

Pascal Krieger zum Thema Etikette

Würde man außerhalb des Kontexts einigen Bemerkungen, die im Budo-Unterricht fallen, folgen, so würde man manchmal hören: „Schlag fester zu!“, „Das Auftreffen des Schlages soll den Gegner versetzen.“, usw. Es ist offensichtlich, dass die involvierte Gewalt durch ein Rahmenwerk ausbalanciert werden sollte, das Respekt (für den Gegner und den Ort an dem man trainiert) und rechtes Verhalten in den Vordergrund rückt. Dieses Rahmenwerk heißt Reigi-Sahô.

  • Rei – Gruß, Wiedererkennen
  • Gi – Regel, Zeremonie
  • Sa-Hô – gute Manieren, Etikette

Etikette erlaubt es uns, den Übergang von unserer täglichen Arbeit zu der Arbeit an uns selbst, die zu tun wir in das Dojo gekommen sind, zu machen.

Bestimmte Aspekte der Etikette existieren um der Sicherheit Willen, andere Aspekte sind abgeleitet aus dem entsprechenden historischen und martialischen Kontext.

Etikette ist also ein Prinzip und nicht einfach ein mechanisches Ritual von verhaltensspezifischen Gesten. Jede Bewegung hat eine tiefe Bedeutung und sollte mit dem ganzen Herzen ausgeführt werden.